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Das Textil-Lexikon

Erläuterungen wichtiger Fachbegriffe aus der Textilbranche


A

Acetatfaser

Eine Kunstfaser mit Seidencharakter, die sehr pflegeleicht sowie im Griff weich und füllig ist.

Acetatseide

Siehe Acetatfaser.

Appretur

Die Bearbeitung und Zurichtung von Textilien. Die Appretur dient besonders dazu, den Glanz und die Festigkeit von Geweben und Gewirken zu erzielen.

Atlas

Ein Seidengewebe mit glänzender Oberseite und matter Unterseite. Die Bezeichnung geht auf den arabischen Begriff ‚atlas‘ zurück, der ‚glatt‘ bedeutet.

Atlasbindung

Eine Grundbindungsart eines Textilgewebes mit weiter Flottierung, bei der die Bindungspunkte verstreut im Gewebebild liegen.


B

Batist

Sehr feinfädiges Gewebe in Leinwandbindung, das für Wäsche verwendet wird. Man unterscheidet nach dem Material Baumwoll-, Leinen- und Seiden-Batist.

Baumwoll-Batist

Siehe Batist.

Baumwoll-Damast

Siehe Damast.

Baumwolle

Der bedeutendste Textilrohstoff aus den bis zu 5 Zentimeter langen Samenhaaren der Baumwollpflanze, der zu 80 bis 90 Prozent aus Zellulose besteht. Baumwolle wird unter anderem für Wäsche sowie für Kleider- und Dekorationsstoffe verwendet.

Bindung

Ein Fadensystem, nach dem sich Kette und Schuss kreuzen. Es gibt drei Grundbindungsarten: Atlas-, Köper- und Leinwandbindung.


C

Chemiefasern

Die Sammelbezeichnung für Kunstfasern. Man unterscheidet zwischen vollsynthetischen Fasern wie beispielsweise Polyester und halbsynthetischen Fasern aus modifizierten natürlichen Rohstoffen wie Zellulose.

Cord

Die Bezeichnung für längs gerippte Gewebe aus Baumwolle, Wolle und Wollmischungen. Cord ist elastisch, haltbar und schmutzabweisend.

Cotton

Siehe Baumwolle.


D

Damast

Ursprünglich ein schweres, buntes Seidengewebe, das nach seinem Herstellungsort Damaskus benannt wurde. Heute versteht man unter Damast ein einfarbiges Gewebe aus Baumwolle, Leinen oder Seide mit eingewebten Mustern.


E

Einschlag

Siehe Schuss.

Einschuss

Siehe Schuss.

Eintrag

Siehe Schuss.


F

Fischgrätenmuster

Ein Stoffmuster in Form von Fischgräten bei Köperbindung.

Fischgrätenstich

Ein fischgrätenähnlicher Zierstich.

Fischgratgewebe

Ein Gewebe in Köperbindung mit Fischgrätenmuster.

Flachs

Einjährige wichtige Faserpflanze aus der Familie der Leingewächse.

Flachsgarn

Ein aus Flachs gewonnener Leinenfaden.

Flottieren

Die Bezeichnung für einen Webvorgang, bei dem die Kettfäden jeweils über mehrere Schussfäden ohne Abbindung frei geführt werden. Das Flottieren ergibt einen weicheren Griff.


G

Gabardine

Ein fein gerippter Mantel- oder Kleiderstoff. Die Bezeichnung geht auf die französische Firma Gabartin zurück.

Griff

In der Textiltechnik der Begriff für die fühlbaren Eigenschaften eines Textilerzeugnisses wie beispielsweise Schmiegsamkeit, Glätte oder Steifheit.

Grobleinen

Ein Leinengewebe, das besonders für Zeltstoffe, Segeltücher und reißfeste Gurte verwendet wird.

Grundbindungsart

Siehe Bindung.


H

Hahnentritt

Der Spur des Hahnes ähnliches Stoffmuster.

Halbleinen

Ein Mischgewebe aus Leinen und Baumwolle.

Halbseide

Ein Gewebe aus Seide und einem anderen Material.


K

Kammgarn

Ein meist aus reiner und gekämmter Wolle hergestelltes Garn. Kammgarn kann aber auch aus reinen Chemiefasern von kämmfähiger Länge oder aus Mischungen dieser Materialien untereinander oder mit anderen gekämmten Spinnstoffen bestehen.

Kaschmir

Ein aus der Wolle der Kaschmirziege hergestellter fester Kammgarn-Kleiderstoff.

Kattun

Ein dünner, bedruckter Baumwollstoff in Leinwandbindung.

Kette

Eine Fadengruppe, die in der Längsrichtung verläuft.

Köper

Die Bezeichnung für Baumwollstoffe in Köperbindung. Sie werden für Hemden-, Wäsche- und Futterstoffe sowie für Betttücher verwendet.

Köperbindung

Eine Grundbindungsart, die eine Diagonalstreifung verursacht. Die Köperbindung bietet erhebliche Variationsmöglichkeiten in Form von Flach-, Kett-, Kreuz-, Schuss- oder Steilköper.

Köpergewebe

Siehe Köper.

Kragenleinen

Siehe Schneiderleinen.

Kreppbindung

Eine Abart der Leinwandbindung.

Kunstfasern

Siehe Chemiefasern.

Kunstseide

Die Sammelbezeichnung für eine Gruppe von Kunstfasern und die daraus hergestellten Gewebe, die seidenähnliche Eigenschaften aufweisen. Kunstseide wurde früher für Damenstrümpfe verwendet und wird heute besonders als Futterstoff eingesetzt.


L

Längsrips

Ein geripptes Gewebe mit starker Kette und feinem Schuss.

Leinen

Ein Gewebe aus Flachsfasergarnen, das sehr haltbar und steif im Griff ist und leicht knittert. Leinen saugt Wasser gut auf und ist ein guter Wärmeleiter. Es wird unter anderem für Bett- und Tischwäsche sowie für Kleider- und Möbelstoffe verwendet.

Leinen-Batist

Ein feinfädiges Leinen für Taschentücher und Wäsche.

Leinenbindung

Siehe Leinwandbindung.

Leinen-Damast

Siehe Damast.

Leinenfaden

Siehe Flachsgarn.

Leinwand

Siehe Leinen.

Leinwandbindung

Die einfachste Bindung beim Weben, bei der beim ersten Schuss alle geraden, beim nächsten Schuss alle ungeraden Kettfäden oben liegen.

Linnen

Siehe Leinen.

Loden

Ein gewalktes und aufgerautes Gewebe mit haariger oder verfilzter Oberfläche für Mantel- und Trachtenstoffe.


M

Manchester

Ein dicker und fester Rippensamt, der für Hosen, Anzüge, Kostüme und Röcke verwendet wird.

Merino

Ein weicher Kleiderstoff aus Merinowolle in Köperbindung, der eine glatte und glänzende Oberfläche hat. Das Merinoschaf ist eine ursprünglich aus Spanien stammende Schafrasse, die feine, gekräuselte Wolle liefert und heute über die ganze Welt verbreitet ist.

Mercerisieren

Ein Verfahren zur Veredelung von Baumwollgarn oder Baumwollgewebe mit Hilfe einer Natronlauge. Dabei rundet sich die Faser und verliert an Länge, zudem werden ihre Festigkeit und ihr Glanz erhöht. Der Begriff geht auf den englischen Chemiker John Mercer (1791 bis 1866) zurück, der dieses Verfahren im Jahr 1844 erfand.

Merzerisieren

Siehe Mercerisieren.

Mohair

Ein aus dem Haar der Angoraziege hergestelltes Wollgewebe.


N

Naturfaser

Ein fadenförmiges Gebilde pflanzlicher oder tierischer Herkunft. Pflanzliche Naturfasern sind Baumwolle und Leinen. Seide und Wolle zählen zu den tierischen Naturfasern.

Naturseide

Siehe Seide.

Nylon

Ein gesetzlich geschütztes Warenzeichen. Nylon ist eine zu den Polyamid-Faserstoffen gehörige synthetische Textilfaser.


P

Panamabindung

Eine Abart der Leinwandbindung. Bei der Panamabindung werden Kett- und Schussfäden so zusammengefasst, dass ein würfelartiges Muster entsteht.

Perlon

Ein gesetzlich geschütztes Warenzeichen. Perlon ist eine aus einem Polyamid bestehende Kunstfaser.

Polyamide (PA)

Durch die Kondensation von organischen Säuren mit Aminen hergestellte thermoplastische Kunststoffe und Kunstfasern.

Polyester (PES)

Aus Säuren und Alkoholen synthetisierter Kunststoff zur Herstellung von Chemiefasern. Polyesterfasern werden unter anderem für Textilien, Gardinen und Segel verwendet.

Popeline

Ein dichter und fester Baumwollstoff in Leinwandbindung, der für Hemden und Oberbekleidung verwendet wird.


Q

Querrips

Ein geripptes Gewebe mit feiner Kette und starkem Schuss.


R

Rayon

Siehe Reyon.

Reyon

Eine Kunstfaser mit seidenähnlichen Eigenschaften.

Rips

Ein geripptes Gewebe, das sehr dicht und strapazierfähig ist. Man unterscheidet Querrips und Längsrips.

Ripsbindung

Eine Abart der Leinwandbindung.


S

Samt

Ein Gewebe aus Baumwolle oder Seide mit kurzer, dichter, feiner, meist aufgeschnittener Flordecke. Samt wird als Kleiderstoff sowie als Möbelspannstoff verwendet.

Satin

Feinfädiger, glatter und stark glänzender Stoff aus Baumwolle, Wolle, Seide oder Chemiefasern in Atlasbindung.

Satinbindung

Siehe Atlasbindung.

Schneiderleinen

Stark appretierter Stoff aus Leinen oder Baumwolle, der für Einlagen in Kragen oder Aufschlägen verwendet wird.

Schuss

Der Querfaden eines Gewebes, der mit den Kettfäden verkreuzt ist.

Schussdichte

Die Anzahl der Schussfäden je 1 Zentimeter, je 10 Zentimeter oder je 1 Zoll.

Seide

Die edelste Textilfaser wird von der Raupe des Echten Seidenspinners erzeugt, die sich zur Verpuppung einen Kokon aus einem bis zu 4.000 Meter langen Seidenfaden spinnt. Seidenstoffe sind sehr elastisch und fest. Sie zeichnen sich durch ihren hohen Glanz und ihre gute Wärmeisolierung aus.

Seiden-Batist

Siehe Batist.

Seiden-Damast

Siehe Damast.

Stapelfaser

Eine Chemiefaser, die auf eine bestimmte Länge geschnitten wird und damit in ihren Abmessungen oftmals den natürlichen Faserstoffen wie beispielsweise Baumwolle oder Wolle angepasst ist.

Steifleinen

Siehe Schneiderleinen.

Streichgarn

Ein Garn aus Baumwolle, Wolle oder Chemiefasern, das aus nicht gekämmten Faserbändern gesponnen wird und rauer und ungleichmäßiger als Kammgarn ist.


T

Taft

Ein Stoff aus Seide, Viskose oder Chemiefasern in Leinwandbindung. Taftgewebe sind steif sowie stark glänzend und werden als Kleider- oder Futterstoffe verwendet.

Taftbindung

Siehe Leinwandbindung.

Tuchbindung

Siehe Leinwandbindung.


V

Velours

Ein stark gewalktes, doppelseitig gerautes und kurz geschorenes samtartiges Gewebe aus Streichgarnen.

Viskose

Ein Kunststoff aus fast reiner Zellulose entweder in Form eines endlosen Garnes oder einer Spinnfaser.

Viskoseseide

Eine Kunstseide auf der Basis von Zellulose, die zu den Chemiefasern zählt.


W

Wolle

Allgemein die Bezeichnung für tierische Haare, die für die textile Verarbeitung geeignet sind. Bei der Textilherstellung wird insbesondere die Wolle von Schafen verwendet. Daneben kommt auch die Wolle von Ziegen und das Kamelhaar zum Einsatz.


Z

Zellulose

Ein besonders von Pflanzen gebildeter Stoff, der der Hauptbestandteil der pflanzlichen Zellwände ist. Zellulose wird unter anderem zur Herstellung von Textilien verwendet, wobei Baumwolle, Flachs, Hanf oder Kunstseide als Ausgangsmaterial dienen.


 

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