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Die Geschichte der Uhr

Die Wasseruhr

In einem Museum in Kairo steht die älteste noch erhaltene Uhr. Es handelt sich dabei um eine Wasseruhr, die etwa aus dem Jahr 1500 v.Chr. stammt. Bei dieser frühen Form der Uhr wurde die Zeit mit Hilfe einer aus einem Behälter auslaufenden Wassermenge gemessen.

Auf die Ägypter des dritten Jahrhunderts vor Christus geht eine andere Wasseruhr, die so genannte Clepsydra, zurück. Bei diesem Gerät zur Zeitmessung läuft das Wasser in einen Trichter und tropft von dort aus in einen Zylinder. Auf diese Weise lässt das Wasser allmählich einen Schwimmer ansteigen. Dieser wiederum ist mit einem Zahnstangengetriebe verbunden, das dafür sorgt, dass sich der Zeiger der Uhr dreht.


Die Sonnenuhr

Eine weitere frühe Form der Uhr ist die Sonnenuhr, bei der ein parallel zur Erdachse aufgestellter Stab einen Schatten wirft. Dieser dient dann auf der Fläche des Zifferblattes als Zeiger. Aus der Länge des Schattens und aus seiner Richtung lässt sich die Uhrzeit bestimmen. Die erste Sonnenuhr wurde etwa 500 v.Chr. in Sparta aufgestellt.

Der Vorläufer der Sonnenuhr war der Gnomon. Er ist das älteste Gerät zum Messen der Sonnenhöhe, das schon bei Chinesen, Babyloniern, Inka und Griechen zum Einsatz kam. Bei diesem antiken astronomischen Instrument handelt es sich um einen senkrechten Stab, der auf einer horizontalen Unterlage steht und einen Schatten wirft.


Die Kerzenuhr

Im Jahr 875 erfand der angelsächsische König Alfred der Große (849 bis 899) die Kerzenuhr. Bei dieser Form der Uhr wurde die Zeit durch das Abbrennen einer Kerze gemessen. Die Kerzenuhr war damals in erster Linie für die Klöster sehr wichtig.


Die Sanduhr

Ebenfalls eine Erfindung des Mittelalters war die Sanduhr. Bei diesem einfachen Gerät zur Zeitmessung fließt feiner Sand innerhalb einer bestimmten Zeit aus dem oberen Teil eines Glasgehäuses durch eine sehr enge Öffnung in den gleich großen unteren Teil. Die Sanduhr, die heute nur noch als Eieruhr Verwendung findet, wurde auch Stundenglas genannt.


Die Räderuhr

Die ersten Räderuhren wurden um das Jahr 1300 als Turmuhren erwähnt. Bei der Räderuhr handelte es sich um einen mechanischen Zeitmesser, bei dem die Bewegung eines Gewichts mit einem Getriebe auf die Zeiger übertragen wurde. Etwa ab 1400 gab es auch Räderuhren mit Federantrieb.


Die Taschenuhr

Im Jahr 1510 baute der Nürnberger Schlosser und Feinmechaniker Peter Henlein (um 1485 bis 1542) als Erster Taschenuhren in Würfel- oder Trommelform. Später wurde dann eine Taschenuhr in ovaler Dosenform hergestellt, die auch unter der Bezeichnung ‚Nürnberger Ei‘ bekannt war. Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts galten Taschenuhren als Inbegriff feinster mechanischer Präzision. Verdrängt wurde diese Form des Zeitmessers dann aber durch die Armbanduhr.


Die Pendeluhr

Die erste Skizze einer Pendeluhr erstellte der weltberühmte italienische Maler, Bildhauer, Naturforscher und Erfinder Leonardo da Vinci (1452 bis 1519) bereits im Jahr 1494. Aber erst sehr viel später – im Jahr 1612 – baute der Schweizer Mathematiker und Kammeruhrmacher Jost Bürgi (1552 bis 1632) tatsächlich die erste Pendeluhr. Eine Weiterentwicklung dieses Zeitmessers erfand im Jahr 1656 der niederländische Mathematiker und Physiker Christiaan Huygens (1629 bis 1695), der eine Pendeluhr mit einer Spindelhemmung und kurz darauf auch eine Pendeluhr mit einer Spiralfeder als Antrieb konstruierte.


Die Armbanduhr

Die heute allgemein verbreitete Form der Armbanduhr entstand um das Jahr 1843. Damals wurden die ersten Uhren konstruiert, die nicht mehr wie früher mit einem Schlüssel, sondern über ein Räderwerk aufgezogen werden konnten.


Die Quarzuhr

Eine grundlegende und beispielhafte Weiterentwicklung der Zeitmessung stellt die Erfindung der Quarzuhr dar. Diese Uhr zeichnet sich durch eine außerordentlich hohe Ganggenauigkeit aus. Gesteuert wird die Quarzuhr durch die elektrisch erregten und elastischen Eigenschwingungen einer Quarzplatte. Im Jahr 1934 wurde die erste Quarzuhr von V. Adelsberger und A. Scheibe konstruiert.


Die Atomuhr

Die höchste Ganggenauigkeit aller Uhren erreicht schließlich die Atomuhr, die in der Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelt wurde. Es handelt sich hierbei um eine Quarzuhr, die durch die charakteristischen Eigenschwingungen eines Atoms (Cäsium) oder auch eines Moleküls (Ammoniak) im Mikrowellenbereich gesteuert wird. Dabei ist der überaus präzise Gang der Atomuhr von äußeren Einflüssen praktisch unabhängig. Die theoretische Abweichung dieser modernsten Uhr beträgt in 5 Millionen Jahren (!) höchstens eine Sekunde.


 

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